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Abschwitzdecke – Betrachtung im Detail

Mittwoch 30. April 2014 von admin

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Nicht immer ist das Wetter so warm, dass man sein verschwitztes Pferd mit Wasser abwaschen möchte. Hier hilft eine Abschwitzdecke, unter der das Pferd leicht geschützt ist und trotzdem die feuchte Luft nach außen entweichen kann, so dass das Pferd schneller trocknet.

Nachdem ich mich nun einige Male mit einer Abschwitzdecke ohne Begurtung geärgert habe, da sie dann doch im Paddock bei Bewegungen des Pferdes stark verutzsche und auch nach dem Wälzen nicht mehr an ihrem Platz blieb, suchte ich eine Alternative: Mit Kreuzbegurtung und möglichst mit Halsteil, denn gerade am Hals sind die Pferde oftmals nass.

Dann war sie da, meine neue Abschwitzdecke von Horze: mit Halsteil, Kreuzbegurtung und Befestigungsband, das unter dem Schweif durchgeführt wird  -bei mir sehr wichtig, sonst fliegen die Decken bei heftigem Wind oft hinten hoch. Die Horze Ricky Fleecedecke hat sowohl an der Brust, als auch am Hals Schnallen als Verschluss. Vor allen Dingen am Hals für mich ein großer Vorteil, hier habe ich schlechte Erfahrungen mit anderen Decken, die einen Klettverschuss am Hals hatten, der sich doch schnell einmal beim Scheuern öffnete und sich recht schnell mit Haaren zusetzte und dann nicht mehr zuhielt.

Bei dieser Decke kein Problem, das Halteil bietet genügend Platz auch für den etwas dickeren Ponyhals. Das Halsteil ist schön lang, so dass der Hals auch beim Grasen bedeckt bleibt. Die Decke ist gut verarbeitet und fühlt sich angenehm an.

Ein kleines Manko: die Kreuzbegurtung ist recht knapp bemessen und für sehr rumpfige (oder auch dickere) Pferdekörper eventuell zu kurz.

Fazit: Eine Decke mit guter Verarbeitung, an der mir vor allen Dingen die Schnallen am Halsteil gefallen, aber auch, dass sich im Bereich des Mähnenkammes ein glattes Futter befindet, so werden die Haare geschont. Mit dieser Decke lasse ich mein Pony auch einmal für kurze Zeit unbeaufsichtigt, ohne Angst zu haben, dass die Decke sich danach nicht mehr in der richtigen Position befindet. Bekommen tut man sie bei

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Abschwitrzdecke2

Fleecedecke mit Halsteil

Abschwitzdecke1

Horze Rciky Fleecedecke

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Produkttest – Satteldecke Horze Reykjavík

Montag 28. April 2014 von admin

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Satteldecken kaufe ich eigentlich ungern im Internet, mir ist wichtig, sie vorher zu fühlen, zu spüren wie sich die Decke anfühlt. Bei dieser Satteldecke muss ich sagen: sehr gut! Festes Material, eine griffige Baumwolloberfläche, sauber vernäht mit ein paar sehr netten Details: Auf der Oberseite befindet sich eine kleine gestickte isländische Fahne (die man allerdings unter dem Satel nicht mehr sieht – aber den Islandfreund trotzdem erfreut), die Schlaufen vorne an der Decke haben einen Klettverschluss und auf der Unterseite ist die Decke im oberen Bereich mit einem Kunstfell versehen. Dazu kommt ein anatomischer Schnitt und eine raffinierte Absteppung – sehr schön.

Konzipiert ist die Decke so, dass sie im Bereich des Sattelblattes breiter ist als herkömmliche Decken und damit auch zu Sätteln mit einem breiteren Sattelblatt passt. Trotzdem macht die Decke auch unter einem Dressursattel (siehe Biler) eine gute Figur!

Ein weiteres Plus an dieser Satteldecke – sie ist bei 40° waschbar (und nciht nur bei 30°, wie so viele andere), lässt sich gut waschen und lag danach auch ohne bügeln wieder passend auf dem Pferd.

Schade ist, dass die Decke nur in schwarz angeboten wird und dass das Obermaterial Baumwolle vermutlich nach einiger Zeit ausbleichen wird. Dafür ist die Decke allerdings noch günstig genug, um sich auch jedes Jahr eine neue zu gönnen! Mehr Infos gibt es bei Horze!

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Horze Reykjavík Satteldecke (leider wirkt sie auf dem Bild leicht grau – ist aber tiefschwarz)

IMG_1485

Horze Reykjavík Satteldecke unter einem Dresursattel

 

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Softshelljacke von Horze – ein Produkttest

Montag 28. April 2014 von admin

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Wer tagtäglich mit Heu und Stroh hantiert, dazu den Ponys das Winterfell ausputzt hat schnell die Lust an Fleecejacken verloren. So schön sie sind, alles bleibt daran hängen und geht kaum noch raus. Nun haben wir Frühjahr mit kalten Temperaturen am Morgen, Wärme tagsüber und ab und zu einen Regenschauer – also was ziehe ich an?

Zeit eine Softshelljacke auszuprobieren und ich muss sagen, ich bin begeistert. Ich habe ein Modell von Horze (Michelle) mit abnehmbarer Kapuze und heraustrennbaren Ärmeln. Die Jacke ist auch innen glatt, also bleibt da auch kein Heu und Stroh hängen, wenn ich sie einmal auf einem Heuballen ablege. Sie verschmutzt nicht so leicht, hat einen schönen Schnitt und einen 2-Wege-Reißverschluss, was ich im Sattel als sehr angenehm empfinde. Es wird einem nicht zu schnell warm, auch bei wechselhaftem Wetter und einen Regenschauer kann man mit ihr prima trocken überstehen (gerade jetzt im April).

Für mich auch wichtig, es gibt sie in dunkelblau und nicht, wie sonst so häufig, in schwarz. Eine kleine Stickerei vorne und ein Logo-Patch am Ärmel, so wie ein weißer Schriftzug an der rechten Tasche lassen sie nicht so langweilig und auch etwas edler aussehen. Zwei Fronttaschen mit Reißverschluss und zwei offene Taschen innen lassen genug Platz für Leckerli und Taschentücher.

Diese Jacke ist seit einiger Zeit mein täglicher Begleiter – außer sie wird gerade einmal gewaschen, aber auch dann ist sie schnell wieder trocken und hat wieder “Dienst”! Da sie auch als Weste getragen werden kann, ist sie auch bei höheren Temperaturen, einfach über dem T-Shirt getragen, eine gute Möglichkeit, auch nach der Arbeit im Stall und mit den Pferden ein sauberes T-Shirt zu haben. Damit kann man sich dann auch im Supermarkt sehen lassen.

Fazit: aus meiner Garderobe ist diese Jacke nicht mehr wegzudenken und selbst bei Wochenend-Wanderungen ist sie oft dabei! Absolute Empfehlung von mir für jeden, der “trotz” Pferden sauber und ordentlich aussehen möchte.

Jacke1

Softshelljacke “Michelle” von Horze (hier mit abgenommener Kapuze) – ideal für wechselhaftes Wetter!

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So ein Mist – das richtige Werkzeug

Donnerstag 24. April 2014 von admin

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Wer seine Pferde in Eigenregie hält, kommt um regelmäßiges Misten nicht herum. Eine Arbeit, die man so schnell wie möglich erledigen möchte, damit noch ausreichnd Zeit für die Beschäftigung mit dem Pferd bleibt. Im Folgenden möchte ich ein paar meiner Arbeitsgeräe vorstellen, die sich im Laufe der Jahre bewährt haben.

Misten auf dem Sandpaddock

Hier benutze ich für die schnelle Reinigung sehr gerne eine Bollengabel oder Mistgabel mit engen Zinken aus Kunststoff. Ideal für eher weiche Böden, wie Sand oder auch feine Einstreu wie Holzspäne, Leinstroh oder Holz-/Strohpellets. Mit der Gabel geht es schnell, aber nachteilig ist, dass man kleinere Bestandteile nicht mit aufnimmt. Genauso oft kommt auf meinem Paddock daher der Stallbutler zum Einsatz, entweder mit der dazu gehörigen Bollengabel (mit deren gerader Seite man auch hervorragend kleine Reste aufsammeln kann) oder mit einem schmalen Laubrechen mit schmalen flexiblen Zinken.

Fork1

Bollengabel für weiche Böden

Rechen1

Laubrechen

Mistboy

Stallbutler mit passender Bollengabel

Mistboy1

Alter und neuer Stallbutler

 

Misten auf der Weide

Hier gibt es für mich für den klassischen Bollensammler (auch Stallbutler oder Mistboy) eigentlich keine Alternative. Entweder benuttzt mit der dazugehörigen Bollengabel oder mit einem schmalen Rechen mit harten Zinken für den Einsatz im langen Gras.

Das Universalgerät für mich ist immer wieder der “Stallbutler”, hier passen in der Regel mindestens 2 Pferdehaufen meiner Ponys hinein. Nachdem mein “alter” ausgedient hatte, bekam ich einen neuen zum Testen – und bin begeistert. Der Stallbutler von Horze ist viel leichter als mein alter, hat einen sehr angenehmen angerauten Griff, ist hoch genug (ca. 75 cm) und es gibt ihn in zwei Farben. Das ist besonders für den Fall schön, bei dem man mehrere Bollensammler einsetzt, die aber immer wieder an den selben Platz zurück sollen! (z.b. einer am Anbindeplatz, einer im Paddock).

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Ordnung im Stall – wohin mit dem Pferdezubehör

Donnerstag 24. April 2014 von admin

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Wer kennt es nicht, Sattel und Trense hängen ordentlich an geeigenten Plätzen, aber Longe, Knotenhalfter, Handschuhe, Kappe und Co. haben irgendwie keinen richtig festen Platz. Mal liegen sie im oder auf dem Schrank, in der Putzkiste oder liegen auf dem Sattel …. Irgendwie geht das ja auch, aber man ertappt sich auch immer wieder dabei, die Dinge die man benötigt zu suchen. Verhindern lässt sich das eigentlich nur mit der Regel: Alles hat seinen festen Platz! Das funktioniert aber auch nur dann, wenn es diesen Platz auch sicher gibt und er nicht immer wieder auch von anderen Dingen belegt wird.

Auch ich musste wieder einmal feststellen, dass mir die richtigen Plätze für mein Zubehör fehlten, also wurde es Zeit, dieses Thema noch einmal systematisch anzugehen.

Punkt 1, meine Reitkappe, lag meistens auf der “Deckenkiste” unter dem Sattelhalter – aber glückwlich war ich mit diesem Ort nicht, denn wenn ich an eine Decke wollte, musste ich die Kappe beiseite räumen. Beim Stöbern im Internet wurde ich dann fündig auf den Seiten von “Horze” – dort gibt es einen Helmhalter, der nun der luftige Platz für meine Reitkappe innen an der Tür des Sattelschrankes ist.

Sattelschrank Kappe

 

Bei Horze gibt es auch eine Menge anderer Stallhelfer, also wurde meine Sattelkammer aufgerüstet:

Ein Korb mit Haken, für mich in der Farbe silber (den gibt es aber auch in pink) – der ist das Zuhause für Handschuhe, Dreieckzügel, Langzügel, Kappzaum mit Longe, Leckerlibeutel und meine Chaps, die sonst auch irgendwo im Schrank herumlagen.

Sattelschrank li vorher

Vorher: Durcheinander auf einem Sattelhalter

Regal mit Haken2

Nachher: Alles hat seinen Platz!

Die Satteldecken hängen jetzt auf einem stabilen Halter nicht mehr im Sattelschrank, sondern an der Wand – dort können sie besser trocknen und ich kann den Schrank schließen. Damit gelangt nicht mehr so viel Staub hinein und ich brauche keine Angst zu haben, dass es aufgrund der feuchten Decken muffelt oder gar schimmelt.

Sattelschrank Decke

Vorher: Satteldecke umgedreht auf Sattel zum Trocknen

Satteldeckenhalter1

Deckenhalter mit Platz für 2 Decken

Satteldeckenhalter3

Deckenhalter von Horze, von der Seite

Ein Einzelhaken sorgt für einen festen Platz für das Knotenhalfter mit Strick für die Bodenarbeit innen an der Tür. Um nicht jedes Mal die Tür öffnen zu müssen um an das Weidehalfter zu gelangen, hängt es an einem Trensenhalter außen an der Tür. Dort sind jeztt noch zwei Haken dazu gekommen, einer an dem eine kleine Bürste hängt, mit der man mal schnell noch getrocknete Schweißreste vom Fell des Pferdes entfernen kann und ein weiterer Haken, an dem im Sommer die Fliegenmaske hängt, die dann fast täglich in Gebrauch ist.

Haken mit Bürste

Kleine Bürste, die schön auf den Haken passt

Meine Gerten liegen platzsparend auf zwei Haken über der Tür – ein System, dass sich für die langen Gerten bewährt hat. Inzwischen gibt es auch sehr schöne Gertenhalter, in der die Gerten senktrecht eingeklemmt werden.

Dinge die nicht oft gebraucht werden, wie z.B. Reflexartiekel lagern in kleinen, beschrifteten Kunststoffboxen auf einem Brett im Schrank. So hat jetzt alles einen festen Platz und ist griffbereit angeordnet.

Mein Tipp: Bei Horze gibt es die Ordnungshelfer wie Deckenahalter, Korb mit Haken, so wie einen Satz einzelner Haken nicht nur in der Farbe schwarz, sondern auch in silber oder gar pink. Alle Teile sind gut verarbeitet und pasendes Befestigungsmaterial ist auch dabei. Wer die Augen aufhält kann bei Aktionen auch die Versandkosten sparen oder meldet sich beim Newsletter an und spart bei der ersten Bestellung 10%!

Mehr findet ihr hier:

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Bodenarbeit – was für wen?

Montag 27. Januar 2014 von admin

Bodenarbeit ist sinnvoll und macht Pferd und Reiter Spaß sagen die einen und üben das Überwinden und Herangehen von ungewöhnlichen Hindernissen wie Planen oder das Hinterherziehen von Rappelsäcken, die anderen sagen es sei “alles Quatsch”. Die nächste Fraktion meint mit Bodenarbeit die Verwendung von Doppellonge, der nächste denkt an Hohe Schule am Langzügel und der Dritte meint die unterstützende Hilfe des Reitlehrers vom Boden mit der Gerte.

Und ich glaube: alle haben Recht und möchte dies ein wenig entwirren

Beginnen wir am Anfang – mit den jungen Pferden und Fohlen. Ja auch sie sollten schon in “Bodenarbeit” geschult sein, sprich, am Halfter führbar sein und damit die ersten Signale zum anhalten und losgehen kennen. Wer sich hier konsequent in den ersten Jahren des jungen Pferdelebens Mühe gibt, hat später auch ein Pferd, das sich an Halfter und Strick führen und anhalten läßt und vielleicht auch schon Signale zum Rückwärts- und Seitwärtstreten kennt. Doch leider trifft man immer wieder auf Menschen und Pferde, die dies nicht beherrschen. Da zieht das Pferd seinen Menschen von Grasbüschel zu Grasbüschel, rempelt seinen Reiter am Boden einfach um oder schleift ihn gar am Halfter hinter sich her in die Box. Hier wird es auch beim erwachsenen Pferd notwendig, einige Übungseinheiten zum “guten Führen lassen” einzulegen.

Das ist für mich die Basis zu jeder weiteren Form von Bodenarbeit. Das Pferd soll sich sicher in verschiedene Richtungen dirigieren lassen, soll seitwärts und rückwärts gehen, auf Kommando stehen bleiben und in dem Tempo neben mir laufen, das ich vorgebe. Aber wie kann man das erreichen? Vor allen Dingen, wenn mein Pferd es gewohnt ist, mich zu ignorieren und auf Signale am Halfter nicht mehr reagiert? Hier können verschiedene Methoden hilfreich sein, z.B. die Verwendung einer Führkette, eines Knotenhalfters oder des sogenannten Dually Halfters. Aber all diese Hilfsmittel alleine sorgen noch nicht für ein gut erzogenes Pferd – hier muss auch der Mensch etwas lernen. Dazu gehört an erster Stelle, sich darüber im Klaren zu sein, was sein Ziel ist und dass man dieses Ziel auch durchstzen möchte. Und nein, bei einem 600kg Pferd oder auch nur einem 150 kg Pony gelingt das nicht durch den vorangestellten Einsatz von Küsschen und Leckerli (das darf natürlich zur Belohnung, nach der eingeforderten Leistung gegeben  werden).

Hier ist gegenüber dem Pferd Präsenz und Konsequenz gefragt – das bedeutet, dass andere Dinge nicht nebenbei erledigt werden können. Außerdem bedeutet es, dass ich nicht erst mit Führübungen beginne, wenn ich schon auf dem Platz oder in der Halle bin, sondern schon auf dem Weg dorthin. Denn bei dieser Art der Bodenarbeit geht es um die alltägliche Basis und die kann ich durch Übungen in einem umgrenzten Bereich optimieren, sollte sie aber überall schon einfordern.

Wer diese Stufe schon erreicht hat, kann natürlich entscheiden, ob das für seine Ansprüche genug ist und er lieber nur noch vom Sattel weitertrainieren möchte (und natürlich die Basisübungen beim alltäglichen Umgang immer wieder einfordert) oder noch einige Dinge mehr am Boden erarbeiten möchte.

Weitere Bodenarbeit kann die Beziehungen zum Pferd grundlegend verändern, stärkeres Vertrauen aufbauen, dass dann auch im Sattel spürbar ist. Es kann dem Pferd helfen, selbstbewusster und mutiger zu werden, indem es gelernt hat, auch “unheimliche” Situationen (wie z.B. in der Gelassenheitsprüfung) zu meistern. Bodenarbeit kann auch einfach dabei helfen, dass Pferde sich einfacher händeln lassen, da sie auf kleinste Zeichen reagieren. Schöne, ganz unterschiedliche Beispiele findet man in diesen Videos:

Schnelles Verladen

Spaß im Gelände-Garten

Es gibt so viele Methoden, welche ist denn nun die Beste?

Eine gute Frage und meine Antwort lautet: die, die zu mir am besten passt! Egal ob TTEAM nach Linda Tellington Jones oder PNH (Parelli Natural Horsemanship nach Pat Parelli), egal ob ich nach Alfonso Aguilar oder Monty Roberts arbeite, ein Leitseil benutze, eine Führkette, eine weiße Gerte oder einen Carott-Stick – alle haben eines gemeinsam, nämlich das Ziel Pferd und Reiter eine Einheit werden zu lassen. Und bei allen muss als erstes der Mensch lernen, das Pferd zu verstehen um dann mit den notwendigen Hilfen darauf reagieren zu können.

Aber kommen wir noch zu einem weiteren Feld der Bodenarbeit, zur Arbeit an der Doppelonge oder aber auch dem Langzügel. Beide eignen sich hervorragend um Pferde auch dressurmäßig vom Boden arbeiten zu können. An beides muss man sein Pferd auch erst gewöhnen, dabei ist am Anfang manchmal etwas Hilfe nötig und natürlich gehört dazu, dass mein Pferd die Basics am Boden beherrscht und mich als Mensch ernst nimmt. Vor der Arbeit an der Doppellonge sollte sich das Pferd an einer einfachen Longe sicher longieren lassen und auf Signale von unten gut reagieren. An der Doppellonge kann man hervorragend an Punkten wie Biegung, Dehnung, Aufrichtung und Schwung arbeiten – aber das muss auch der Longenführer können. Das bedeutet auch, ein Auge für die Bewegungen des Pferdes zu haben und dann auch passend einwirken zu können.

Bei der Arbeit am Langzügel ist eine dressurmäßige Ausbildung des Pferdes vom Sattel aus hilfreich, aber durch gute konsequente Arbeit können auch kleine Ponys, die nicht geritten werden, gute Arbeit leisten. Aber auch hier wird vorausgestzt, dass der Reiter schon über einige Kenntnisse verfügt oder sie sich aneignen möchte. Dann sind Übungen bis zur hohen Schule inklusive Schulen über der Erde trainierbar. Wer allerdings sein Pferd beim Führen schon kaum unter Kontrolle hält, sollte zuerst an der Basis arbeiten – dann klappt es irgendwann auch mit den anderen Übungen. Ein paar Eindrücke vermitteln diese Videos:

Video Doppellonge

Video Langzügelarbeit

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Abenteuer Offenstallbau

Freitag 24. Januar 2014 von admin

So, jetzt wurde es klare Gewissheit: mein bisheriger Offenstall mit Auslauf musste weg – also was tun? Heimlich bauen im Außenbereich? Ganz schlechte Idee, zu dieser Zeit wurde stark kontrolliert. Also blieb nur eine Lösung. die Ponys mussten “in den Garten”….

Das Problem: der bisherige Stall passte von seiner Ausrichtung so nicht ohne weiteres dorthin, also sollte es ein “Anbau” an das schon bestehende Holzlager werden. Aber wohin mit dem Auslauf? Den halben Garten opfern? Fragen, ob man ein Stück Weide unterhalb pachten könnte? Am schönsten wäre es, ein Stück zu kaufen…. Aber vor all diesen Überlegungen kam die wichtigste Frage – würden wir eine Genehmigung erhalten? Unser Grundstück liegt zwar nicht im reinen Wohngebiet und direkt neben uns ist auch eine Pferdehaltung, aber das bedeutet alles nicht, dass ein solches Vorhaben genehmigt wird. Nach einer kurzen mündlichen Anfrage beim zuständigen Bauamt, bei dem man an dieser Stelle erst einmal nichts sah was dagegen sprach, (was auch noch nichts bedeutete), machten wir uns an die Planung für den Bauantrag.

Phase 1: Zahlen, Daten, Fakten….

Vorhandene Ponys, benötigte Stall- u. Auslauffläche? Die  Zahlen für die benötigten Flächen findet man z.B. in den “Leitlinien zur Beurteilung von Pferdehaltungen unter Tierschutzgesichtspunkten”.

Denn wichtig zu wissen: bei einem solchen Bauantrag geht es nicht nur um den Bau an sich, sondern auch um das Thema Pferdehaltung – und damit muss auch die Zustimmung des Veterinäramtes erfolgen. Die Leitlinien geben dafür eine gute Hilfe, auch wenn sie nicht bindend sind, erleichtert es die Genehmigung wenn man sich daran hält.

Dazu ist natürlich die Frage zu sehen, wieviel Platz steht mir zur Verfügung und darf dieser bebaut werden? Hier hilft das Bauamt bzw. die jeweilige Landesbauordnung weiter. Heute erhält man als Privatmensch in der Regel nur noch eine Baugenehmigung im “Innenbereich” der Bebauung, d.h. die neuen Gebäude müssen sich im Bereich der vorhandnen Bebauung befinden. Dazu kommt die Beachtung der möglichen Grenzbebauung, die eine bestimmte Gesamtlänge nicht überschreiten darf. Zu klären ist auch die Frage, ob eine Grenzbebauung überhaupt an dieser Stelle zulässig ist, ein Punkt der unter Umständen auch noch mit den Nachbarn abgeklärt werden muss.

Phase 2 – Stallplanung

So, die Zahlen sind bekannt, der Ort für den neuen Stall “ausgeguckt”, nun müssen Pläne her. Wie soll der Stall aussehen? An welche Stelle des Grundstücks soll er kommen? Wie sind die Windrichtungen, wird es ein Boxenstall mit Auslauf oder ein Offenstall? Wie lege  ich die Eingänge, wo ist Platz für Futter?

Phase 3 – Unterlagen für das Bauamt

Zur Einreichung beim Bauamt müssen Bauzeichnungen vorhanden sein und spätestens mit dem Bauantrag auch eine Statik nachgewiesen werden. Wer sich ein wenig auskennt, Zeit und Spaß daran hat, kann die Bauzeichnung auch selbst erstellen (zumindest für kleine Ställe oder Unterstände), ansonsten kann hiermit ein Architekt oder auch ein Bauingenieur dienen. Für die Berechnung der Statik ist dann wieder der Bauingenieur gefragt. Einfacher geht es mit gekauften Ställen, wer hier früh genug darauf achtet, erhält dort oftmals die Baupläne und die Statik dazu.

Zu den weitern Unterlagen, die eingereicht werden müssen, gehört in der Regel auch eine genaue Beschreibung, was genaun geplatnt ist. Dazu gehört zum Beispiel die Anzahl der Pferde und die Art der Haltung, also ob geschlossene Box, Gruppenstall oder Offenstall mit Auslauf.

Ein weiteres wichtiges Thema, das einen sensiblen Umgang erfordert ist die Frage der Hinterlassenschaften der Pferde,. Ja, genau, Urin und Bollen. Denn diese fallen unter die grundwassergefährdenden Stoffe und dürfen daher nicht ohne weiteres auf den ungeschützten Boden gelangen. In der Regel haben die Bauämter dazu passende Merkblätter zur Verfügung – allerdings wird derjenige, ser sich überlegt seine 2-3 Ponys zu halten, dabei schnell den Mut verlieren. Denn diese Verordnungen machen keinen Unterschied zwischen viel oder wenig Mist, sondern hier geht es um den Schutz des Grundwassers und dabei verstehen die Behörden keinen Spaß mehr. Allerdings wird es natürlich an der Stelle schwierig, bei der es um die Frage der geeigneten Mistlagerstätte geht: Diese muss eine bestimmte Größe haben, aus einem bestimmten Betonmaterial bestehen, über eine Güllesammeleinrichtung verfügen und mit einem Trecker erreichbar sein… Dazu darf sie als “Bau” nicht im Außenbereich liegen (außer es handelt sich um eine priviligierte Landwirtschaft) – und an diesem Punkt stellt sich auch als Pferdeliebhaber die Frage, ob es einem selbst und den Nachbarn wohl Spaß macht, eine Mitstplatte 5 m neben dem Haus zu haben…

Wer es jetzt noch schafft, sich aus seinem Zusammenbruch wieder aufzurichten, für den gibt es Hoffnung! Denn es geht ja eigentlich “nur” um die Frage, wie man den Eintrag von Gülle in de Boden verhindern kann oder wie man seinen Mist los wird. Aus dem ersten Punkt ergibt sich, dass der Stall über einen Boden verfügen muss, die Behörden sehen da sehr gerne den geeigneten Beton, damit ist das ein kleineres Problem. Das Zweite ist das Thema Mistlagerung und -entsorgung. Hier gibt es verschieden Möglichkeiten, zum Beispiel kann der Mist vom Bauern abgeholt werden oder von einem Containerdienst. Aber auch hier gilt: der Boden muss dementsprechend dafür ausgelegt sein, bzw. das Ganze ist gegen Auswaschungen mit einer Abdeckung zu schützen.

Die Praxis

Mit der Einreichung der Bauunterlagen beginnt normalerweise folgendes Prozedere: Der Bauausschuss der Gemeinde/Stadt bekommt die Anfrage auf seiner nächsten Sitzung vorgelegt und stimmt darüber ab. Danach werden die anderen beteiligten Behörden angeschreiben und nehmen Stellung zu dem Bauvorhaben. Das sind in der Regel das Veterinäramt und die Behörden, die in den jeweiligen Bundesländern für den Landschaftsschutz und den Gewässerschutz zuständig sind. Diese Anfragen können einige Wochen ins Land gehen lassen und hier ist ein wenig Geduld gefragt. Aber was tun, wenn der Antrag von einer der beteiligten Parteien abgelehnt wird?

Hier hilft einmal das genaue Lesen der Begündung (vielleicht war ja nur etwas falsch ausgedrückt/interpretiert worden) und dann der persönliche Kontakt. Machen Sie telefonsich einen Termin aus oder versuchen sie schon gleich das Problem am Telefon zu klären. Auch wenn man sich oftmals gerade als Pferdehalter in solchen Momenten von den Behörden persönlich verfolgt sieht – Ruhe bewahren und ein sachliches Gespräch führen. Am besten, sich gut vorbereiten und mit sachlichen Fragen beginnen (z.B. ich habe da etwas in der Begründung nicht verstanden oder würde ihnen dies oder das als Alternative reichen….). Daran denken: auch die Sachbearbeiter machen in der Regel nur ihren Job und haben die vorhandenen Vorgaben und Gesetze umzusetzen.

Sollte man nun wirklich auf einen Sachbearbeiter stoßen, der sagt, er würde die Pferdehaltung ablehenen weil er grundslätzlich was dagegen hätte, dann hilft in vielen Fällen ein Gang zu einem Anwalt, der sich mit dem Bereich Pferdehaltung auskennt. Denn auch die Ämter sind an Recht und Gesetz gebunden und müssen begründen, warum sie Bauvorhaben oder eine Pferdehaltung ablehnen. (Auch wenn man leider feststellen muss, dass die rechtlichen Möglichkeiten eine Pferdehaltung zu verbieten sehr groß sind!)

Das Ende meiner Geschichte:

In meinem Falle hat es funktioniert und die Genehmigung wurde erteilt. Der Mist wird in GFK-Wannen gesammelt und entweder nach 6 Moanten auf der Wiese kompostiert oder vorher zum Bauern gebracht. Anstatt eines Betonbodens haben wir eine gülledichte Folie mit Gefälle in ein Sandbett gelegt, mit Sand aufgefüllt und darauf dicke Gummimtten (undurchlässig) gelegt – damit ist der Stall komplett rückbaubar. Protokolliert wurde das durch Mitarbeiter des Bauamtes, darauf hatte die Behörde wert gelegt.  Durch Kauf eines kleinen Stücks der Weide unterhalb konnte der Auslauf dorthin verlegt werden und im Garten ist noch Platz für Spielhaus, Trampolin und Co. Um den Stall auch mit dem Traktor zu erreichen ohne eine tiefe Spur durch den Garten zu ziehen, wurden stabile Kunststoffgitterplatten in ein Sandbett gelegt und begrünt. Nur wer direkt daneben steht, sieht, dass hier Platten liegen.

 

 

 

 

 

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Pferdedecken – warum eigentlich?

Freitag 17. Januar 2014 von admin

Pferdedecken sind für viele Pferdehalter nicht mehr wegzudenken, aber benötigt man sie wirklich? Pferde und Ponys haben doch ein Fell, das sie vor der Witterung schützt, also sind Pferdedecken daher unnötig? Diese Fragen lassen sich sowohl mit Ja, als auch mit Nein beantworten … dazu mehr in diesem Artikel.

1. Der “typische” Fall

Das Pferd steht im Stall und wird regelmäßig trainiert oder gearbeitet. Da natürlicherweise das Fell im Winter dichter und länger wird, werden viele Pferde im Winter geschoren, damit sie nicht zu schnell und stark schwitzen und ihr Organismus durch das Training nicht überlastet wird.  (Wir trainieren ja auch nicht im Pelzmantel!). Da Pferde aber auch im Winter genügend Auslauf auf Paddock oder Weide benötigen, wird es in diesen Fällen notwendig sein, sein Pferd zum Schutz vor der Witterung einzudekcen. Dabei sind tiefere Temperaturen meist nicht das Hauptproblem, sondern nass-kaltes Wetter. Hier hilft eine gute stark wasserabweisende Outdoor- oder Regendecke. Bei sehr tiefen Temperaturen kann es zudem notwendig sein, das Pferd auch im Stall einzudecken – wir sprechen hier von dem geschorenen Pferd!

Pferde haben ein anderes Kälteempfinden als Menschen und jedes Pferd ist hierbei auch widerum anders. Daher darf man nie den Fehler machen von sich selbst auf das Temperaturempfinden des Pferdes zu schließen oder von einem Pferd auf das andere. Anzeichen für ein frierendes Pferd sind kalte Ohren im unteren Drittel und natürlich auch das Zittern des Pferdes.

2. Der “universal” Fall

Egal wie das Pferd gehalen wird, eine Abschwitzdecke werden die meisten Pferdebesitzer bei kühlerem Wetter benutezn. Auch Pferde die nur über einen Offenstall verfügen kann man damit bei trockenem Wetter eindecken und ihnen dabei helfen warm zu bleichen. Diese Decken sorgen dafür dass die Feuchtigkeit nach außen traansportiert wird und nicht am Pferdekörper verbleibt.

3. Der “Offenstall” Fall

Pferde die ganzjährig in Offenstall und Auslauf-/Weidehaltung leben, bilden meist ein sehr dichtes und dickes Winterfell aus. Daher werden sie auch oftmals in den Wintermonten nicht so intensiv trainiert. Allerdings kann es auch in diesem Fall notwendig sein, eine Pferdedecke zu benutzen. Zum Beispiel, wenn das Fall nicht genügend ausgeprät wurde, sei es durch Umstellung aus der Stall- in die Offenstallhaltung oder durch Krankheit. Hier helfen gut sitzende Paddockdecken, die es sowohl ohne Füllungen als auch mit dickeren Wäremefüllung gibt. Auch allte Pferde können von einer schützenden Decke durchauas profitieren, denn kaltes und nass-kaltes Wetter erfordert einiges an Energie, die manch altem Pferd durch das Futter nicht mehr zugeführt werden kann.

4. Der “Fligen” Fall

Auch im Sommer kann es notwendig werden die Pferde – vor allen Dingen auf einer Weide ohne Unterstand – zu schützen. Hierbei geht es um den Schutz vor Fliegen, dabei können moderne Fliegendecken eine große Hilfe sein. Besonders auch Ekzemer, also Pferd mit einer allergischen Reakttion auf kleine Insektenstiche, sind oftmals mit einer speziellen Ekzemerdcke gut geschützt und fühlen sich sichtbar wohler als ohne Decke.

5. Der “Sonder” Fall

Besondere Decken sind Ausreitdecken. Diese bedecken die Nierenpartie und Kruppe des Pferdes. Dies bietet sich vor allen Dingen bei Pferden an, die bei der Arbeit draußen schnell bei nass-kaltem Wetter verspannen, da es ihnen unangenehm ist.

6. Der “Transport” Fall

Werden Pferde im Hänger transportiert kann es bei kühlem Wetter auch angebracht sein, diese einzudecken. Denn hier können die Pferde sich nicht bewegen. Meist reicht hier eine leichte Decke aus.

7. Der “Schimmel” Fall

Die oberen Beispiele zeigen auf, wann es aus gesundheitlichen Gründen sinnvoll sein kann, sein Pferd einzudecken, aber es gibt noch einen weiteren Fall. Den des sauberen Pferdes – eigentlich nicht so wichtig, außer man möchte sich bei einem Wettbewerb gut präsentieren und jeder Schimmelbesitzer kennt es, schnell sind Flecken im Fell, die sich dann doch nicht so einfach entfernen lassen. Auch halte ich es für legitim, den Pferden eine geeignete Decke aufzulegen – solange es notwendig ist.

 

 

 

 

 

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Es wird Herbst – Ausbruchgefahr

Montag 16. September 2013 von admin

Die Nächte werden kühler, der Sommer endet und damit auch das Futterangebot auf der Weide. Ab August fangen die meisten Pferde und Ponys schon an, die ersten Anzeichen für den beginnenden Fellwechsel zu zeigen: kleine Haare lösen sich, vor allen Dingen bei den Robustrassen ist ab September eine deutliche Zunahme des Fells zu sehen. Deutliche Anzeichen für den kommenden Herbst und Winter.

Auch wenn die Weiden noch grün sind und das Gras noch hoch genug steht, vor allen Dingen an Regentagen und bei tiefen Nachttemperaturen steigt der Futterbedarf der Pferde – zumindest ihrer Ansicht nach. Vor allen Dingen Robustrassen, wie z.B. Isländer, Norweger und Co. glauben sich für eine “natürliche” Futterknappheit rüsten zu müsse, obwohl dieser “Futtermangel” ja heute gar nicht mehr für sie besteht.

Jetzt gilt es abzuwägen, wieviel Mehrbedarf ist z.B. in einer Offenstallhaltung bei sinkenden Temperaturen oder bei naß-kaltem-Wetter wirklich da und was wird durch den Instinkt der Tiere angenommen? Wer hierbei eine Überfettung ausschließen möchte, muss für Reduktion sorgen: Statt 24 Stunden freien Weidezugang hilft stundenweiser oder nächtlicher Aufenthalt im Paddock. Zur Beschäftigung und zur Gesundherhaltung des Magen-/Darmsystems ist gutes Futterstroh – möglichst aus engmaschigen Heunetzen – gefüttert eine gangbare Alternative. Aber vorsicht: jetzt ist der Drang nach Futter besonders hoch und die Bereitschaft dafür auch durch Zäune zu gehen am allergrößten!

Wer das Futterangbot auf der Weide reduziert, sei es durch “weiterstecken” eines kleinen Stückes jeden Tag oder durch Portionsweiden, auf denen die Pferde länger verbleiben, muss auch hier auf sichere Zäune achten.

Dazu gehört als erstes die tägliche Sichtprüfung des Weidezauns: Stehen alle Pfähle noch gerade, ist die Umrandung noch intakt, sind die Elektrobänder noch gespannt? Der nächste Blick gilt dem Weidezaungerät, stimmt die Anzeige noch? Bei Elektrozäunen bietet sich die Kontortolle der an den Elektrobändern liegenden Spannung mit einem geeigneten Meßgerät an. Achtung: In kalten Nächten kann die Batterie schneller schlappmachen!

Auch viel Bewuchs sorgt schnell für Ableitung und damit sinkende Spannung auf den Zäunen. Daher besonders im Herbst auf optimale Zaunbedingungen achten, denn der Drang auszubrechen und auf Futtersuche zu gehen, wird mit sinkender Futtermenge und sinkenden Temperaturen auch bei den Pferden und Ponys größer.

Wer ein mobiles Weidezaungerät benutzt, benötigt für den Herbst unter Umständen noch eine neue Batterie. Die kühleren Nächte sorgen für eine schnellere Entladung, hier solte nicht am falschen Ende gespart werden. Vor allen Dingen bei Geräten mit hoher Leistung, die für längere Zäune geeignet sind, muss man mit einem Verbrauch von mindestens 2 Batterien pro Weidesaison rechnen. Eine Alternative können wiederaufladbare Akkus sein. Wobei handeslübliche Auto-Batterien leider oftmals relativ groß sind und vor allen Dingen bei kompakten Weidezaungeräten nicht in das Batteriefach passen und dadurch das Ganze umständlicher zu transportieren wird. Seit einiger Zeit gibt es dazu aber eine gute Alternative: Blei-Vlies Akkus, die auslaufsicher sind und dadurch auch auf der Seite liegend eingebaut werden können. Hier gibt es die Möglichkeit, diese Akkus auch direkt im Weidezaungerät einzusetzen und bei Bedarf wieder mit einem geeigneten Ladegerät aufzuladen. Der höhere Anschaffungspreis amortisiert sich nach wenigen Jahren!

Hier findet man solche Akkus unter der Bezeichnung Blei-Vlies-Akku: www.patura.com

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Equitana 2013

Dienstag 19. März 2013 von admin

Es ist wieder Messezeit, daher gibt es hier wieder einmal ein paar Tipps und erste Eindrücke:

Meine Planung: Seit ein paar Jahren habe ich mir angewöhnt schon im Vorfeld zu planen, was ich mir auf jeden Fall ansehen möchte. Hier geht es mir sowohl um einzelne Aussteller bzw. Produkte, als auch um Vorführungen und Vorträge. Und bei Letzteren muss ich inzwischen sagen, alleine dafür lohnt sich der Besuch auf der Equitana. Denn neben dem großen Ring in Halle 6 (für den man allerdings extra Karten kaufen muss), gibt es in den unterschiedlichen Hallen noch eine Unmenge an kleineren Ringen, die oftmals einen Besuch wert sind. Und wer sich vorher informiert weiß auch, was in Halle 1A – “im Keller” geboten wird – allerdings ist hier der Weg für manchen Neuling schwer zu finden, hier gilt es einfach immer weiter der Beschilderung zu folgen und dann die Tür zu öffnen…

Hier unten findet man das Kompetenzzentrum mit Vorfühtungen im Ring und Vorträgen im Forum – durchweg interessant und absolut empfehlenswert. Mein Tipp: hier findet man auch meist noch einen Sitzplatz, also eine prima Gelegenheit die Beine auszuruhen und den Geist weiter arbeiten zu lassen.

Das komplette Programm für alle Ringe findet man auf der Homepage der Equitana, hier empfiehlt es sich über die Suchfunktion die einzelnen Ringe auszuwählen und dann das Programm dazu nach den eigenen Kriterien durchzuschauen. Achtung: in manchen Hallen gibt es zwei Ringe und in Halle 1A sowohl Vorführring als auch Forum. Ansonten sind die Programme auch am Ring ausgehangen.

Meine persönlichen Eindrücke vom Equitana-Besuch am Montag: Es herrschte eine fröhliche Stimmung, es gibt sehr hochkarätige Referenten und auch einige Neuigkeiten zu entdecken. Beim Zubehör waren Neonfarben und Straß auffallend – ob an Stirnriemen, Gürteln, Schabracken, Sätteln oder Turnierblazer – fast überall funkelte es. Das kulinarische Angebot war sehr vielseitig, allerdings hatte ich irgendwie keine richtige Zeit zum Essen – der Tag war einfach zu kurz und alles andere wichtiger.

Mein persönliches Fazit: ja, die Equitana ist kein billiger Spaß, aber man kann auch eine Menge Wissen erfahren und sich die Referenten ansehen, bevor man sich z.B. für ein Seminar oder Kurs entscheidet. Man kann Aussteller und Referanten fragen und sich einfach ein besseres Bild von den Dingen machen, die man sonst vielleicht nur aus dem Inernet kennt. Also, alleine das, ist für mich einen Besuch der Messe wert. Aber vielleicht muss ich doch für das nächste Mal zwei Tage für meinen Besuch einplanen….

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