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Archiv für die 'Sommerweide' Kategorie

Jakobskreuzkraut – sicher bestimmen lassen

Sonntag 5. August 2012 von admin

Das Jakobskreuzkraut mit seinen giftigen Eigenschaften lässt sich im frischen Zustand mit ein wenig Übung und gutem Bildmaterial von den meisten Menschen sicher bestimmen. Und spätestens, wenn man den Befall auf der Pferdeweide erkannt und durch Ausmachen einiger Pflanzen (es werden schnell einmal über 100) näheren Kontakt hatte (bitte aber nur mit Handschuhen und geschützen Armen), erkennt man sie auf den ersten Blick.

Mehr dazu incl. Bilder findet man auch in einem früheren Artikel hier im Blog.

Aber was tun, wenn man sich nicht sicher sein kann, ob sich JKK nicht doch im Heu befindet? Denn auch getrocknet ist die Pflanze giftig, aber dann auch schwerer zu erkennen. Auch wer sich bei der frischen Pflanze nicht sicher ist, ob es sich wirklich um das gefürchtete Kraut handelt, kann einen Pflanzen-Bestimmungs-Service in Anspruch nehmen. Speziell für Pferdehalter wird dieser Service auf der Seite www.stocksberger.de angeboten.

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Jacobs-Kreuzkraut – Achtung auch im August

Montag 22. August 2011 von admin

Jacobs-Kreuzkraut kann einen doch immer wieder überraschen: nachdem ich zur Hauptblütezeit im Juli der Meinung war, alle Pflanzen entfernt zu haben, musste ich jetzt doch wieder einige auf der Weide entdecken. Überraschend dabei: die Pflanzen sind teilweise sehr niedrig gewachsen und daher sehr schwer zu entdecken! Dabei habe ich auch Blattrosetten der jungen Pflanzen gefunden – was eine regelmäßige Kontrolle der Stellen in den nächsten Wochen erfordert. Zur “Behandlung” wurde ein Essigessenz-Wasser-Gemisch eingesetzt. Das hat sich vor allen Dingen bei den jungen Pflanzen bewährt. Da es durch kleine Verletzungen der Haut auch zur Aufnahme der Pflanzengifte in den menschlichen Organismus kommen kann, sollten beim Entfernen der Pflanze Handschuhe getragen werden. Eine Fülle von Informationen gibt es auf der Seite www.jacobskreuzkraut.de. Dort findet man auch einen Erfassungsbogen für Pflanzen, um die Verbreitung in Deutschland dokumentieren zu können.

Noch einmal die Erklärung, warum die Bekämpfung des JKK so wichtig ist: die in der Pflanze enthaltenen  Pyrrolizidin-Alkaloide können sich auch über Jahre im Körper anreichern und sind leberschädigend.  Das heißt sowohl kurzfristig größerer aufgenommene Mengen, als auch über Jahre kleinere aufgenommene Mengen sind toxisch! Dabei ist auch zu beachten, dass die jungen Pflanzenrosetten noch nicht über Bitterstoffe verfügen, d.h. eine Aufnahme durch die Pferde gut möglich ist. Hier hilft nur eine gründliche Kontrolle der Weideflächen und null Toleranz selbst für einzelne Pflanzen!

Ein sehr interessantes Video dazu findet man hier: www.tiergesundheit-aktuell.de

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Brennesseeln – leckeres Pferdefutter

Freitag 24. Juni 2011 von admin

Auf kaum einer Pferdeweide fehlen sie – und manch einer stöhnt bei ihrem Anblick: Brennesseln. Die Pferde verschmähen sie…. halt – aber nur so lange sie frisch sind. Sobald Brennesseln abgemäht oder aus dem Boden gezogen werden und ein wenig getrocknet sind, werden sie von den Pferden sehr gerne gefressen! Wer den Bestand an Brennessln reduzieren möchte, sollte sie also angetrocknet den Pferden zur Verfügung stellen – und wer den richtigen Zeitpunkt zum abmähen wählt, (nämlich dann wenn die Brennessel blüht) hat auch gute Chancen,  dass es im Jahr darauf deutlich weniger dieser Pflanzen gibt.

Wer keine Maschinen oder einen Motorsense/Freischneider besitzt kann Brennesseln auch gut mit einer einfachen Sense abmähen – das geht einfacher als zum Beispiel Gras zu mähen. Aber auch das Herausziehen der Pflanzen von Hand geht ganz gut, allerdings sollte man sich dicke Handschuhe (zum Beispiel Arbeitshandschuhe aus Leder) und eine langärmelige Jacke anziehen, um nicht mit den Blättern in Berührung zu kommen und “verbrannt” zu werden.

Fazit: Brennessln lassen sich hervorragend als Pferdefutter nutzen – nur leider muss man sie vorher abmähen, sensen oder herausreißen. Aber die Pferde freuen sich immer über das schmackhafte Futter – und das sollte die Arbeit wert sein!

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Jacobs-Kreuzkraut – vorsicht giftig….

Dienstag 22. Juni 2010 von admin

Blüte des Jacobskreuzkraut

Blüte des Jakobskreuzkraut

Jakobs-Kreuzkraut: Für alle, die es kennen gilt: jetzt schon die Weiden abgehen und die Pflanzen entfernen, bevor sie anfangen zu blühen! Im Moment steht das Gras hoch, was die Suche nicht erleichtert, aber wer in den letzten Jahren schon Pflanzen gefunden hatte, sollte mindestens diese Standorte und in der “üblichen” Windrichtung danach suchen. Die Pflanzen am besten ausstechen und  falls noch keine Blüten angesetzt sind auf den Mist oder Kompost (oder in die Bio-Tonne) entsorgen. Sobald Blüten bzw. Knospen zu sehen sind, muss die Pflanze in die Restmülltonne!

Blatt des Jakobskreuzkraut

Blatt des Jakobskreuzkraut

In der Regel meiden Pferde diese Pflanznen, aber es gibt doch immer wieder  Vergiftungsfälle: vor allen Dingen bei Pferden, die zu wenig Futter auf der Weide haben. Deshalb wichtig für alle, die ihrem Pferd eine (eigentlich gesunde) magere Weide anbieten: auf Jacobs-Kreuzkraut kontrollieren und die Pflanzen entfernen! Eine sehr interessante Seite über dieses Kraut (und seine etwas weniger giftige Verwandschaft) findet man unter www.jacobskreuzkraut.de

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