Pferde-Infoservice Blog

Ein Blog über Pferdehaltung

Es wird Herbst – Ausbruchgefahr

Montag 16. September 2013 von admin

Die Nächte werden kühler, der Sommer endet und damit auch das Futterangebot auf der Weide. Ab August fangen die meisten Pferde und Ponys schon an, die ersten Anzeichen für den beginnenden Fellwechsel zu zeigen: kleine Haare lösen sich, vor allen Dingen bei den Robustrassen ist ab September eine deutliche Zunahme des Fells zu sehen. Deutliche Anzeichen für den kommenden Herbst und Winter.

Auch wenn die Weiden noch grün sind und das Gras noch hoch genug steht, vor allen Dingen an Regentagen und bei tiefen Nachttemperaturen steigt der Futterbedarf der Pferde – zumindest ihrer Ansicht nach. Vor allen Dingen Robustrassen, wie z.B. Isländer, Norweger und Co. glauben sich für eine “natürliche” Futterknappheit rüsten zu müsse, obwohl dieser “Futtermangel” ja heute gar nicht mehr für sie besteht.

Jetzt gilt es abzuwägen, wieviel Mehrbedarf ist z.B. in einer Offenstallhaltung bei sinkenden Temperaturen oder bei naß-kaltem-Wetter wirklich da und was wird durch den Instinkt der Tiere angenommen? Wer hierbei eine Überfettung ausschließen möchte, muss für Reduktion sorgen: Statt 24 Stunden freien Weidezugang hilft stundenweiser oder nächtlicher Aufenthalt im Paddock. Zur Beschäftigung und zur Gesundherhaltung des Magen-/Darmsystems ist gutes Futterstroh – möglichst aus engmaschigen Heunetzen – gefüttert eine gangbare Alternative. Aber vorsicht: jetzt ist der Drang nach Futter besonders hoch und die Bereitschaft dafür auch durch Zäune zu gehen am allergrößten!

Wer das Futterangbot auf der Weide reduziert, sei es durch “weiterstecken” eines kleinen Stückes jeden Tag oder durch Portionsweiden, auf denen die Pferde länger verbleiben, muss auch hier auf sichere Zäune achten.

Dazu gehört als erstes die tägliche Sichtprüfung des Weidezauns: Stehen alle Pfähle noch gerade, ist die Umrandung noch intakt, sind die Elektrobänder noch gespannt? Der nächste Blick gilt dem Weidezaungerät, stimmt die Anzeige noch? Bei Elektrozäunen bietet sich die Kontortolle der an den Elektrobändern liegenden Spannung mit einem geeigneten Meßgerät an. Achtung: In kalten Nächten kann die Batterie schneller schlappmachen!

Auch viel Bewuchs sorgt schnell für Ableitung und damit sinkende Spannung auf den Zäunen. Daher besonders im Herbst auf optimale Zaunbedingungen achten, denn der Drang auszubrechen und auf Futtersuche zu gehen, wird mit sinkender Futtermenge und sinkenden Temperaturen auch bei den Pferden und Ponys größer.

Wer ein mobiles Weidezaungerät benutzt, benötigt für den Herbst unter Umständen noch eine neue Batterie. Die kühleren Nächte sorgen für eine schnellere Entladung, hier solte nicht am falschen Ende gespart werden. Vor allen Dingen bei Geräten mit hoher Leistung, die für längere Zäune geeignet sind, muss man mit einem Verbrauch von mindestens 2 Batterien pro Weidesaison rechnen. Eine Alternative können wiederaufladbare Akkus sein. Wobei handeslübliche Auto-Batterien leider oftmals relativ groß sind und vor allen Dingen bei kompakten Weidezaungeräten nicht in das Batteriefach passen und dadurch das Ganze umständlicher zu transportieren wird. Seit einiger Zeit gibt es dazu aber eine gute Alternative: Blei-Vlies Akkus, die auslaufsicher sind und dadurch auch auf der Seite liegend eingebaut werden können. Hier gibt es die Möglichkeit, diese Akkus auch direkt im Weidezaungerät einzusetzen und bei Bedarf wieder mit einem geeigneten Ladegerät aufzuladen. Der höhere Anschaffungspreis amortisiert sich nach wenigen Jahren!

Hier findet man solche Akkus unter der Bezeichnung Blei-Vlies-Akku: www.patura.com

Dieser Beitrag wurde erstellt am Montag 16. September 2013 um 09:23 und abgelegt unter Allgemein. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

2 Kommentare über “Es wird Herbst – Ausbruchgefahr”

  1. Jonas Cole schrieb:

    Ich habe jetzt seit kurzem ein Pferd und frage mich, ob ich es beim weiden mit einem Umhang schützen sollte. Ich sehe das bei einigen Tieren in der Region, die das auch bei mildem Wetter tragen, ist das richtig so?

  2. admin schrieb:

    Eine interssante Frage, die nicht einfach zu benatworten ist. Daher gibt es zu diesenm Thema einen ausführlichen Blogbeitrag: Pferdedecken – warum eigentlich?

Kommentar schreiben