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Pferdedecken – warum eigentlich?

Freitag 17. Januar 2014 von admin

Pferdedecken sind für viele Pferdehalter nicht mehr wegzudenken, aber benötigt man sie wirklich? Pferde und Ponys haben doch ein Fell, das sie vor der Witterung schützt, also sind Pferdedecken daher unnötig? Diese Fragen lassen sich sowohl mit Ja, als auch mit Nein beantworten … dazu mehr in diesem Artikel.

1. Der “typische” Fall

Das Pferd steht im Stall und wird regelmäßig trainiert oder gearbeitet. Da natürlicherweise das Fell im Winter dichter und länger wird, werden viele Pferde im Winter geschoren, damit sie nicht zu schnell und stark schwitzen und ihr Organismus durch das Training nicht überlastet wird.  (Wir trainieren ja auch nicht im Pelzmantel!). Da Pferde aber auch im Winter genügend Auslauf auf Paddock oder Weide benötigen, wird es in diesen Fällen notwendig sein, sein Pferd zum Schutz vor der Witterung einzudekcen. Dabei sind tiefere Temperaturen meist nicht das Hauptproblem, sondern nass-kaltes Wetter. Hier hilft eine gute stark wasserabweisende Outdoor- oder Regendecke. Bei sehr tiefen Temperaturen kann es zudem notwendig sein, das Pferd auch im Stall einzudecken – wir sprechen hier von dem geschorenen Pferd!

Pferde haben ein anderes Kälteempfinden als Menschen und jedes Pferd ist hierbei auch widerum anders. Daher darf man nie den Fehler machen von sich selbst auf das Temperaturempfinden des Pferdes zu schließen oder von einem Pferd auf das andere. Anzeichen für ein frierendes Pferd sind kalte Ohren im unteren Drittel und natürlich auch das Zittern des Pferdes.

2. Der “universal” Fall

Egal wie das Pferd gehalen wird, eine Abschwitzdecke werden die meisten Pferdebesitzer bei kühlerem Wetter benutezn. Auch Pferde die nur über einen Offenstall verfügen kann man damit bei trockenem Wetter eindecken und ihnen dabei helfen warm zu bleichen. Diese Decken sorgen dafür dass die Feuchtigkeit nach außen traansportiert wird und nicht am Pferdekörper verbleibt.

3. Der “Offenstall” Fall

Pferde die ganzjährig in Offenstall und Auslauf-/Weidehaltung leben, bilden meist ein sehr dichtes und dickes Winterfell aus. Daher werden sie auch oftmals in den Wintermonten nicht so intensiv trainiert. Allerdings kann es auch in diesem Fall notwendig sein, eine Pferdedecke zu benutzen. Zum Beispiel, wenn das Fall nicht genügend ausgeprät wurde, sei es durch Umstellung aus der Stall- in die Offenstallhaltung oder durch Krankheit. Hier helfen gut sitzende Paddockdecken, die es sowohl ohne Füllungen als auch mit dickeren Wäremefüllung gibt. Auch allte Pferde können von einer schützenden Decke durchauas profitieren, denn kaltes und nass-kaltes Wetter erfordert einiges an Energie, die manch altem Pferd durch das Futter nicht mehr zugeführt werden kann.

4. Der “Fligen” Fall

Auch im Sommer kann es notwendig werden die Pferde – vor allen Dingen auf einer Weide ohne Unterstand – zu schützen. Hierbei geht es um den Schutz vor Fliegen, dabei können moderne Fliegendecken eine große Hilfe sein. Besonders auch Ekzemer, also Pferd mit einer allergischen Reakttion auf kleine Insektenstiche, sind oftmals mit einer speziellen Ekzemerdcke gut geschützt und fühlen sich sichtbar wohler als ohne Decke.

5. Der “Sonder” Fall

Besondere Decken sind Ausreitdecken. Diese bedecken die Nierenpartie und Kruppe des Pferdes. Dies bietet sich vor allen Dingen bei Pferden an, die bei der Arbeit draußen schnell bei nass-kaltem Wetter verspannen, da es ihnen unangenehm ist.

6. Der “Transport” Fall

Werden Pferde im Hänger transportiert kann es bei kühlem Wetter auch angebracht sein, diese einzudecken. Denn hier können die Pferde sich nicht bewegen. Meist reicht hier eine leichte Decke aus.

7. Der “Schimmel” Fall

Die oberen Beispiele zeigen auf, wann es aus gesundheitlichen Gründen sinnvoll sein kann, sein Pferd einzudecken, aber es gibt noch einen weiteren Fall. Den des sauberen Pferdes – eigentlich nicht so wichtig, außer man möchte sich bei einem Wettbewerb gut präsentieren und jeder Schimmelbesitzer kennt es, schnell sind Flecken im Fell, die sich dann doch nicht so einfach entfernen lassen. Auch halte ich es für legitim, den Pferden eine geeignete Decke aufzulegen – solange es notwendig ist.

 

 

 

 

 

Dieser Beitrag wurde erstellt am Freitag 17. Januar 2014 um 11:24 und abgelegt unter Allgemein, Winter-Tipps. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

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